Herkömmliche vs. virtuelle Mitarbeiterbeteiligungsprogramme
Moderne Vergütungsformen sollen Mitarbeiter nicht nur zu höheren Leistungen motivieren, sondern sie auch dauerhaft an das Unternehmen binden. Herkömmliche Vergütungsmodelle mit variablen Vergütungsbestandteilen erscheinen zwar geeignet, die Mitarbeiter leistungsgerecht zu vergüten, sie bewirken in der Regel jedoch keine langfristige Bindung der Mitarbeiter. Zur Bindung der Mitarbeiter wurden Modelle entwickelt, die den Mitarbeitern Gesellschaftsanteile einräumen und die Mitarbeiter auf diese Weise an der längerfristigen Steigerung des Unternehmenswerts beteiligen. Erwirbt ein Mitarbeiter im Rahmen solcher Beteiligungsprogramme Anteile an der Gesellschaft, so hat er die Differenz zwischen dem Wert des erworbenen Anteils und dem gezahlten Kaufpreis im Zeitpunkt des Erwerbs zu versteuern. Probleme können hierbei entstehen, wenn der Mitarbeiter die erworbenen Anteile nicht zeitnah veräußern und sich die erforderliche Liquidität zur Zahlung der Steuern verschaffen kann. Die Beteiligungsprogramme sind für Mitarbeiter daher in der Regel nur reizvoll, wenn die erworbenen Gesellschaftsanteile auch liquide sind.
Erschienen im VentureCapital Magazin 11/2009, mit freundlicher Genehmigung der GoingPublic Media AG. Das VentureCapital Magazin können Sie hier bestellen.
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