Um transparent und verständlich über Zertifikate zu informieren, brauchen Anlageberater viel Know-how. Chancen und Risiken müssen thematisiert werden und die Produktauswahl sollte mit dem Rendite-Risiko-Profil des Investors übereinstimmen.
Angesprochen auf Zertifikate äußert sich manch ein Anleger gereizt und abweisend. Das Funkeln in den Augen, das noch vor zwei Jahren die Regel war, ist nach den erlittenen Verlusten verschwunden. Die Enttäuschung zahlreicher Investoren wandelte sich in Frust, und nicht wenige Anleger hatten auch schnell einen Schuldigen gefunden – nämlich ihren Kundenberater. So waren auch die Zeitungen und Magazine gefüllt mit Anschuldigungen von Privatanlegern, die sich über eine mangelnde Aufklärung durch ihren Anlageberater oder die fehlende Transparenz von Zertifikaten beschwerten.
Wie die Erfahrung des Swiss Derivative Institute zeigt, ist ein Teil der Beschuldigungen wohl nicht unberechtigt. Verschiedentlich wurde festgestellt, dass die Kenntnisse der Berater kaum genügen, um eine qualitativ hochstehende Betreuung der Anlagekunden in Sachen Derivate und Zertifikate zu gewährleisten. Die fünf häufigsten Beratungsfehler werden in der Folge beschrieben und kommentiert.
Die fünf häufigsten Beratungsfehler:
- Fehler 1: Schlechte Diversifikation der ausgewählten Produkte
- Fehler 2: Das Emittentenrisiko wird unterschätzt
- Fehler 3: Das Laufzeitverhalten wird zu wenig thematisiert
- Fehler 4: Das Downside-Risiko wird untergewichtet
- Fehler 5: Die Wahl von schwer verständlichen Produkten
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