Expertenkommentar von Martin Garske, Vertriebsdirektor bei der apano GmbH
Das Rettungspaket für Griechenland ist geschnürt. Die Euro-Finanzminister haben am Wochenende einen neuen Milliardenkredit freigegeben. Damit hat Griechenland ein paar Monate Zeit gewonnen. Die Börsen haben das gefeiert, aber noch viel deutlicher stiegen die Griechenland Anleihen, nämlich um fast 7%. Der Preis für griechische Staatsanleihen liegt aber dennoch weiterhin auf Ramsch-Niveau. Und das, obwohl das Ausfallrisiko insbesondere der kurzen Laufzeiten ein ganzes Stück gesunken ist. Außerdem fehlt die Nachfrageseite im Markt fehlt nach wie vor, weil Banken, Fondsmanager und Versicherungen nicht kaufen dürfen.
Exakt hierin liegt eine einmalige Chance für den griechischen Staat: Er sollte einfach den Spieß umdrehen und die grottenschlechte Beurteilung durch die Ratingagenturen in einen höchst lukrativen Vorteil für sich verwandeln. Die Idee: Griechenland kauft seine kurzfristigen Staatsanleihen und damit seine eigenen Schulden über die Börsen zum Schnäppchenpreis zurück. Je nach Laufzeit der Anleihen kann Hellas somit 1 Euro Schulden derzeit mit einem Abschlag von bis zu 40% tilgen. Die zwischen 2012 und 2014 laufenden Anleihen kosten nämlich weiterhin nur 60 bis 86 Cents pro 1 Euro Nennwert. [...]
Den vollständigen Expertenkommentar finden Sie als PDF-Datei im Anhang!
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