Sehr geehrte Damen und Herren,
die deutsche Versicherungswirtschaft springt auf den Öko-Zug auf. Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit nehmen immer mehr Gewicht in der Wahrnehmung der Verbraucher ein und Versicherer sehen sich daher veranlasst, umweltfreundliche Versicherungsprodukte ‑ so genannte Green Insurance Tarife ‑ auf den Markt zu bringen. Die Branchenexperten Dirk Schmidt-Gallas und Verena Beeck von der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners haben im Rahmen einer Kurzstudie unter deutschen Versicherern ermittelt, ob sich Green Insurance Produkte zu einem dauerhaften Geschäft entwickeln werden und welche Besonderheiten dabei zu beachten sind.
Studienergebnisse im Überblick
Strategische Implikationen
„Green Insurance hat unter Umständen das Potenzial, sich zu einer kleinen, aber feinen Nische zu entwickeln“, meint Verena Beeck . Aber nur, wenn es den Anbieter gelänge, den hohen Anforderungen dieses kritischen und überaus gut informierten Kundensegments gerecht zu werden. Market Excellence und eine genaue Kenntnis der Kunden, seien daher noch wichtiger als im regulären Versicherungsgeschäft. Wenn Versicherungsanbieter in Green Insurance einsteigen, sollten sie nach Ansicht der Branchenexperten von Simon-Kucher in vier Schritten vorgehen:
1) Einen Strategie-Check durchführen: Wie glaubwürdig wird mein Unternehmen in der Zielgruppe wahrgenommen? Lohnt es sich überhaupt einzusteigen?
2) Kooperationspartner checken: Brauche ich zwingend einen Partner, um meinem Angebot zu Glaubwürdigkeit zu verhelfen? Welcher Partner hat aus Sicht der Zielgruppe die höchste Zugkraft?
3) Kundenpräferenzen und Zahlungsbereitschaften ermitteln: An welchen Stellen unterscheiden sich Green Insurance Kunden in Ihren Präferenzen für Produktfeatures und in Ihrer Zahlungsbereitschaft? Reichen die herkömmlichen Produkte plus Siegel oder sind vollkommen neue Produkte notwendig?
4) Eine informierte Entscheidung treffen und zielgerichtet Produkte mit einem optimierten Pricing entwickeln.
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