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Wie sich Themenkarrieren im Internet entwickeln und mit welchen Themen sich Politiker positionieren

Das Meinungsklima zur Klimakonferenz
Melanie Arens
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Herausgebende Organisation TNS InfratestNetbreeze GmbH
Beschreibung
Das Thema Klimawandel ist zu einem der wichtigsten Themen der Menschheit geworden. Schreitet der Klimawandel weiter voran, drohen immer häufiger Flutkatastrophen, Hitzewellen, Tornados und Hurrikans. Grund genug, - auch für die Medien - sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen: Im Jahr 1992 fand in Rio de Janeiro (Brasilien) ein Umweltgipfel statt, in dessen Folge der erste internationale Vertrag geschlossen wurde, der 1994 in Kraft trat. Dieser Vertrag identifiziert den Klimawandel als ernstzunehmendes Problem und verpflichtet die Staatengemeinschaft zum Handeln. Die erste UNKlimakonferenz, die auch als Nachfolgekonferenz des Umweltgipfels in Rio bezeichnet wurde und den Gipfel inhaltlich weiterführte, fand fast drei Jahre später 1995 in Berlin statt und ist seitdem zur festen jährlichen Einrichtung geworden. Eine der wichtigsten Errungenschaften der UN-Klimakonferenzen ist das Kyoto-Protokoll. Es wurde im Rahmen der dritten Konferenz 1997 in Kyoto beschlossen und legte erstmals international rechtlich verbindliche Ziele für Emissionshöchstmengen für Industrieländer fest. Im Jahr 2012 läuft das Kyoto-Protokoll aus. Zuletzt tagten im Rahmen der 13. UN-Klimakonferenz vom 3. bis 15. Dezember 2007 rund 10.000 Umweltpolitiker und -experten aus 192 Ländern auf der indonesischen Insel Bali. Auf der inhaltlichen Ebene war es das zentrale Ziel der Konferenz, einen Verhandlungsfahrplan für den Kyoto-Nachfolge-Vertrag zu beschließen.

Dass über eine solche Konferenz und das damit verbundene Hauptthema des Klimawandels nicht nur in den klassischen Medien berichtet wird, sondern beides auch im World Wide Web Widerhall findet, versteht sich von selbst. Dabei findet sich ein Echo sowohl in den von Journalisten verbreiteten Nachrichten und Kommentaren als auch in Blogs und Foren, in denen die Klimakonferenz und ihre Inhalte aufgegriffen und kommentiert werden. Jetzt greifen die Dynamiken des Web 2.0 (Zerfaß/Welker/Schmidt 2008a, 2008b): Während in der Anfangszeit das Internet - das „Web 1.0“ - zunächst vor allem als Einweg-Kommunikation zur Unternehmens- und Informationsdarstellung genutzt wurde und Interaktionen sich hauptsächlich auf die Durchführung von Transaktionen (z.B. Online-Einkauf) beschränkten, haben die neuen Kommunikationsformen im heutigen Web 2.0 das Internet drastisch verändert. Das Wegfallen technischer Barrieren ermöglicht ein „Mitmach-Web“, in dem die Möglichkeit der Kommunikation nicht mehr nur Unternehmen, Organisationen und Journalisten vorbehalten ist.
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Autor
  • Melanie Arens
    Melanie Arens

    Melanie Arens ist Consultant im New Interactive Centre (NICe) von TNS Infratest. NICe greift innerhalb von TNS Infratest die rasant an Bedeutung gewinnende Rolle von Online Medien, Web 2.0 Plattformen und Communities der "Digital Natives" auf und überführt sie in Ansätze der Internet- und Onlineforschung.

Ansprechpartner
  • Saskia Böcking
    Dr. Saskia Böcking

    Dr. Saskia Böcking ist Senior Projekt Managerin bei Prime Research International (Zürich, Schweiz) mit den Arbeitsschwerpunkten Web- und Medienmonitoring, Social Media, Online-Forschung.

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