Der Markt für Erneuerbare Energien in Kanada wächst. nonstop sprach mit Normand Bouchard und Peter Grover, Manager von Innergex Renewable Energy, über den Betrieb von Windenergieanlagen in kalten Klimazonen, über die Skepsis in der Bevölkerung, Lobbyarbeit und die Zukunft der Windenergie
Das Klima ist die größte Herausforderung: „Die Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten und zwischen Tag und Nacht sind gewaltig. Aber vor allem der Winter macht uns zu schaffen“, sagt Normand Bouchard. Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Grover leitet der Manager die Geschicke von Innergex Renewable Energy Inc. Das kanadische Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und den Betrieb von Wasserkraft- und Windenergieanlagen und gehört in Nordamerika zu den arriviertesten Playern auf dem Markt für Erneuerbare Energien.
Spezialisten sind in subpolaren Klimazonen gefragt. Schneefall, Kälte und Vereisung sind dort an der Tagesordnung. Je nach Standort und Erhebung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur kann sich in bestimmten Jahreszeiten durch Nebel oder gefrierenden Regen Eis an den Windenergieanlagen bilden. „Die installierten Anlagen müssen der wechselhaften Witterung standhalten können“, sagt Bouchard. Bei ihrer Arbeit greifen die Experten auf das Know-how von Helimax, dem nordamerikanischen Beratungsunternehmen des Germanischen Lloyd, zurück. Insbesondere die Vereisung der Rotorblätter und der Betrieb bei Minusgraden stellte ihre Leistungsfähigkeit auf die Probe. Außerdem behindern Eis und Schneeverwehungen im ohnehin unwegsamen Gelände die Arbeit. Techniker und Maschinen sind nicht selten bis an ihre Grenzen gefordert. „Es ist schwierig, Inspektionen oder Wartungsarbeiten durchzuführen, wenn der Zugangsweg zur Windfarm gut vier Meter dick mit Schnee bedeckt ist“, sagt Bouchard. „Ohne Schneemobile und Raupenfahrzeuge ist an eine Wartung der Anlagen kaum zu denken.“
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