Es ist unbestritten, dass in einer globalisierten Wirtschaft die Fähigkeit in mehreren Sprachen arbeiten zu können, eine Voraussetzung für Erfolg ist. Deshalb bieten international agierende Firmen seit Jahren Sprachkurse für ihre Mitarbeiter an, aber oft werden sie fast wie ein Freizeitangebot behandelt. Auch bei Stellenbewerbungen können Sprachkenntnisse eine wichtige Rolle spielen, aber, obwohl Belege über jede fachliche Qualifikation konsequent verlangt werden, überprüft man Sprachfähigkeiten selten so rigoros. Hier genügt oft eine Selbstauskunft wie „verhandlungssicher in Wort und Schrift.“ Auch wenn die Bewerber/innen ihre eigenen Fähigkeiten nicht bewusst beschönigen, bleibt die Frage, wie diese abgedroschene Floskel zu interpretieren ist. Immer mehr setzt sich bei zukunftsorientierten Personalabteilungen die Einsicht durch, dass auch Sprachkenntnisse nachvollziehbar und zuverlässig dokumentiert werden müssen, und dass der Erfolg von Sprachbildungsmaßnahmen gemessen werden soll. Die Frage ist, wie diese Fähigkeiten am effektivsten zu bewerten sind.
In allen Bereichen der Wirtschaft, wo Weiterbildung eine Rolle spielt, ist eine deutliche Zunahme an Online-Prüfungen zu verzeichnen. Die Vorteile dieser Prüfungen liegen auf der Hand. Sie sind schnell, effizient, dynamisch anpassbar und weitgehend orts- und zeitunabhängig. Auch bei Sprachbildungsmaßnahmen werden internetbasierte Tests immer häufiger eingesetzt. Für Unternehmen mit groß angelegten Sprachkurssystemen sind computergestützte Prüfungen die einzige Methode, Auswertungen für Hunderte von Teilnehmern in angemessener Zeit mit vertretbarem Aufwand durchzuführen. Online-Sprachprüfungen stehen jedoch einer großen Herausforderung gegenüber. Die zwei Grundansprüche einer Online-Sprachprüfung sind eine Herausforderung: Es gibt die Erfordernis nach Validität und das Bestreben nach Effizienz.
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