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E-Interviews mit ausgewählten Experten zu aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Folgen für das deutsche Gesellschaftsrecht
Nach dem "Inspire Art-Urteil" des Europäischen Gerichtshofs vom 30. September 2003 und dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 14.03.2005 (Az.: II ZR 5/03) ist eine in Deutschland nicht eingetragene englische private limited company (Ltd.) aus europarechtlichen Grundsätzen anerkannt. Seitdem können deutsche Unternehmer mit Verwaltungssitz in Deutschland als Limited nach englischem Gesellschaftsrecht auftreten.
Es wurde der Siegeszug der britischen Rechtsform "Limited" durch Deutschland und die Massenflucht deutscher Unternehmen aus der GmbH-Form prophezeit. Vor allem wegen der Flexibilität in der Kapitalausstattung und wegen der Möglichkeit einer schnellen Errichtung wird für die Limited Company geworben. Eine Limited kann man sogar online gründen. Die Gegner stellen deshalb und wegen des geringen Stammkapitals die Seriosität der Limited in Frage. Eine pauschale Ablehnung der Limited ist genauso unangebracht wie eine unreflektierte Befürwortung. In diesem Roundtable soll eine nüchterne Einschätzung der Lage und die Darstellung der Vor- und Nachteile der Limited-Rechtsform analysiert werden.
Zudem ergeben sich aus dem Europäisierung Gesellschafts- und Handelsrechts wichtige Fragen für das deutsche Gesellschaftsrecht, das Insolvenz- und auch das Steuerrecht. Die mögliche Kollision des deutschen mit dem britischen Gesellschaftsrecht hat unter Umständen große Rechtsunsicherheit zur Folge. Auch diese teilweise noch unsichere Rechtsituation beleuchtet näher dieser Roundtable.
Hier können Sie sich die ersten Antworten der Teilnehmer
ansehen:
Die einzelnen Frageblöcke:
Der Markt für "Limited" Frageblock 1: Es wurde ein Gründungs-Boom erwartet. Wie sieht die aktuelle Situation aus: mengenmäßig und strukturell, in Deutschland und international? Fliehen deutsche Unternehmen tatsächlich aus der GmbH-Form?
Können Sie in wenigen Punkten die Vorteile und die Nachteile der Ltd. Skizzieren und welchen Anteil an den Unternehmensformen Sie mittelfristig erwarten?
Bedeutung und Eignung von "Limited" Frageblock 2: Worin liegt das größte Potenzial für "Limited", wie weit wird es bisher ausgeschöpft?
Woran kann ein Unternehmen festmachen, welcher Nutzen von "Limited" zu erwarten ist? Welche Erfahrungen liegen bereits vor, was Nutzen in Form von Einsparungen etc. betrifft? Gibt es bestimmte Unternehmenstypen, Unternehmensgrößen und Branchen, für welche die Limited besonders geeignet ist?
Welches Recht gilt im normalen Geschäftsverkehr für eine in Deutschland tätige Limited?
Die Realisierung einer "Ltd." Frageblock 3: Insgesamt wird die Gründung der britischen "Limited" als günstige Alternative zur deutschen GmbH behandelt.
Was sind grundsätzliche Vorgehensweisen bei der Gründung der "Ltd."? Wie lange dauert die Gründung einer Limited im Durchschnitt in Deutschland, insbesondere im Vergleich zu der Gründung einer GmbH? Gibt es ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindest- bzw. Höchstkapital? Welche Pflichten ergeben sich für die Limited nach englischem Recht?
Wie beurteilen Sie die Haftungs- und Publizitätspflichten einer Limited? In welchem Umfang müssen sich die Limited den zwingenden Vorschriften des deutschen Gesellschaftsrechts unterwerfen?
Welche Ihre Erfahrungen können Ihrer Meinung nach besonders hilfreich sein, den unternehmensindividuellen Weg hier zu finden?
Chancen für den Mittelstand Frageblock 4: Wie immer muss gefragt werden, ob und wie kleine und mittelgroße Unternehmen von "Limited" profitieren können? Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten einer Limited bei der Aufnahme von Krediten, insbesondere unter Berücksichtigung der Vorgaben von Basel II?
Gibt es Schwierigkeiten für Vertragspartner einer Limited, deren vertragliche Ansprüche gerichtlich durchzusetzen? Wie ist die Lage mit der persönlichen Haftung des Geschäftsführers?
Arbeitnehmerrechte Frageblock 5: Sind die Arbeitnehmer bei Beschäftigung in einer deutschen Limited genauso abgesichert, wie bei einer deutschen GmbH?
Die Besteuerung Frageblock 6: Wie wird die "Limited" steuerlich behandelt? Können die Ltd.-Gründer von den niedrigen Steuern in England profitieren?
Beim Punkt Rechnungslegung und Bilanzierung muss gefragt werden, ob für die Limited eine englische Bilanz ausreicht oder zusätzlich noch eine deutsche Steuerbilanz erstellt werden muss?
Ihre Prognose und Strategie Frageblock 7: Wo stehen wir mit diesem Thema in 2 und in 5 Jahren?
Wie werden Sie mit Ihrer Organisation den oben diskutierten Herausforderungen begegnen? Welche strategischen Leitlinien verfolgen Sie dabei?
Was sind aus Ihrer Sicht die nächsten Entwicklungsstadien für die "Limited"? Wer sind heute die Gewinner, wer die Verlierer?
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Gerne können Sie auch weiterhin unseren Virtual
Roundtable "Eine "einfachere" und "preiswerte" Alternative zur GmbH -
Herausforderung und Chancen für die "Limited" mit Ihren Beiträgen bereichern.
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Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:
Zur Startseite der Competence Center:
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