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Kompetenzmanagement in der Praxis

Mitarbeiterkompetenzen systematisch identifizieren, nutzen und entwickeln. Mit vielen Fallbeispielen. (Gebundene Ausgabe)
Kompetenzmanagement in der Praxis
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Beschreibung

Stellen Sie sich einen brillanten Klavierspieler an einem schlecht gestimmten Klavier vor. Das Spiel des Virtuosen wird immer nur so gut sein, wie es die Stimmung des Klaviers erlaubt. Übertragen auf ein Unternehmen heißt das, dass Mitarbeiter nur dann ihr volles Potenzial entfalten können, wenn die richtigen Fähigkeiten und Fertigkeiten erkannt, ausgebildet und gefördert werden und diese im Arbeitsprozess situationsadäquat eingesetzt werden können.

Kompetenzmanagement ist eine Managementdisziplin mit der Aufgabe, Kompetenzen zu beschreiben, transparent zu machen sowie den Transfer, die Nutzung und Entwicklung der Kompetenzen, orientiert an den persönlichen Zielen des Mitarbeiters sowie den Zielen der Unternehmung, sicherzustellen.

Kompetenzmanagement geht somit über das traditionelle Verständnis von Aus- und Weiterbildung hinaus, indem Lernen, Selbstorganisation, Nutzung und Vermarktung der eigenen Kompetenzen im Vordergrund steht. Die notwendigen Methoden, Prozesse, Leitlinien und Kultur muss im Unternehmen verankert und mit Geschäftsprozessen gekoppelt werden, um eine optimale Nutzung der Kompetenzbasis zu gewährleisten. Ein Kompetenzmanagement greift an allen Punkten des Unternehmens und ist somit kein isoliertes Managementkonzept sondern vielmehr ein integratives Steuerungsprinzip. Ob im Arbeitsprozess, in der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten, in der Entwicklung neuer Produkte, in der Anwendung von Technologien oder in Führungsprozessen: Überall wirkt sich die Kompetenz der Mitarbeiter unterschiedlich auf die Zielerreichung des Unternehmens aus. Soll aber die Handlungskompetenz aller Mitarbeiter, Teams und der gesamten Organisation konzertiert zum Einsatz kommen stellt sich die Frage, wie das geschehen durch welche Prozesse und Methoden das geschehen kann. Kompetenzmanagement definiert sich deshalb als ein übergreifendes Prinzip ohne direkte Verortung im Unternehmen. Es wirkt erst dann, wenn die Kompetenz exakt dort zum Einsatz kommt, wo sie benötigt wird.

Ist ein Unternehmen bestrebt, seine Kompetenzbasis zu nutzen, muss darüber nachgedacht werden,

  • wie die Stärken und Potentiale von Mitarbeitern transparent gemacht werden können,
  • welche Kompetenzen mit welchen Geschäftsprozessen gekoppelt werden müssen
  • wie Kompetenz gemessen und Kompetenzgebiete entwickelt werden
  • wie langfristig die Kompetenz für das Unternehmen gesichert werden kann.

Die Basis für die Erreichung einzelner Ziele ist eine unternehmensspezifische und von den vorherrschenden Rahmenbedingungen abhängige Frage. Jeder Mitarbeiter, gleich welche Hierarchieebene er oder sie einnimmt, wird Teilbereiche des Kompetenzmanagements in die eigene Arbeit integrieren müssen. Dieses Ziel zieht weitreichende Interventionen in allen Bereichen des Unternehmens nach sich. Methoden und Werkzeuge müssen an einzelne Grundsysteme der Organisation gekoppelt werden, damit ein Kompetenzmanagement im Unternehmen greifen kann.

Wie das Kompetenzmanagement Ihres Unternehmens konzipiert und implementiert wird, verraten wir Ihnen in Kapitel 5 des Buches „Kompetenzmanagement implementieren”.

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