Zunehmende Informationsflut, ansteigende Komplexität von Arbeitsabläufen, immer kompliziertere Technologie usw. lassen Usability nicht mehr als den berühmten added value (Zusatznutzen), sondern als primären Erfolgsfaktor erscheinen. Usability in diesem Sinne ist auch nicht die ‑ wie das Wort immer gerne ins Deutsche übersetzt wird ‑ schlichte „Gebrauchstauglichkeit“. Usability setzt sich vielmehr aus Effektivität, Effizienz und vor allem der Zufriedenheit der End-Benutzer zusammen. Usability in diesem Sinne konzentriert sich auf die Menschen, um diesen zu helfen, sie zu unterstützen, bestimmte Ziele sicher, effektiv und effizient zu erreichen. Dabei darf sich allerdings die Sichtweise nicht ausschließlich auf traditionelle Computersysteme beschränken. Wichtig ist eine holistische (ganzheitliche) Sicht auf ein System, auf die Arbeitsabläufe, auf die verwendete Informationstechnologie. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von Mensch und Computer. Diesem Zusammenspiel widmet sich das wissenschaftliche Fach Human‑Computer Interaction (HCI) in dem Erkenntnisse aus Psychologie und Informatik interdisziplinär zusammengeführt und im Usability Engineering (UE) praktisch umgesetzt werden.
Grundausbildung in Informationstechnik, Psychologie; Dissertation Kognitionswissenschaft; Habilitation in Angewandter Informatik; verbindet Psychologie und Informatik; Gastprofessuren in Berlin, Innsbruck, Wien, London. Forschung & Entwicklung und Beratung um einfacher, leichter und schneller bedienbare multimediale Informationssysteme zu...