Mit besicherten Zertifikaten haben Anleger die Möglichkeit, die Vorteile von Zertifikaten bei einem vollständigen Ausschluss des Emittentenrisikos zu nutzen.
Die Insolvenz der US-Investmentbank Lehmann Brothers im vergangenen September hat die Zertifikatebranche in eine tiefe Vertrauenskrise gestürzt. Anlegern, insbesondere den Inhabern von Lehmann-Zertifikaten, wurde auf deutliche Weise bewusst, dass Zertifikate rechtlich gesehen Inhaberschuldverschreibungen des Emittenten darstellen und damit wie alle Anleihen mit einem Ausfallrisiko behaftet sind.
Emittentenrisiko eliminieren
Schon kurz nach dem durch die Lehmann-Pleite ausgelösten Vertrauens-GAU reagierte die Branche mit einer Innovation: Zertifikate ohne Emittentenrisiko. Den Anfang machten im November des vergangenen Jahres DWS GO und die Commerzbank. DWS GO führte unter der Marke „SAFE“ eine Produktlinie ein, die das Emittentenrisiko eliminiert. Um das zu gewährleisten, werden bei Emission von SAFE-Zertifikaten ausgewählte Vermögenswerte als Pfand in einem separaten Depot bei der DB Luxembourg S. A. hinterlegt. Bei den hinterlegten Wertpapieren handelt es sich um ausgewählte „G-10“-Staatsanleihen. Im Insolvenzfall des Emittenten oder der depotführenden Stelle (DB Luxembourg S. A.) sind die Vermögenswerte von der Insolvenzmasse ausgesondert und vor dem Zugriff Dritter geschützt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Zahlungsverpflichtungen aus SAFE-Zertifikaten gegenüber dem Anleger jederzeit erfüllt werden können.
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