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Heikin Ashi: Die Charttechnik als Ergänzung zu Candlesticks

Heikin Ashi: Die Charttechnik als Ergänzung zu Candlesticks
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Heikin Ashi: Die Charttechnik als Ergänzung zu Candlesticks

Zurück in die Zukunft – eine importierte Auferstehung aus Fernost

Nunmehr 100 Jahre ist es her, dass japanische Trader mit der Heikin Ashi-Methode eine spezielle Form der Chartdarstellung erfanden. Lange Zeit blieb es aber weitgehend ruhig um ihren Ansatz. Vor ca. sieben Jahren hat Dan Valcu, ein aus Rumänien stammender Trader, die Methode „zurück ins Leben gerufen“. Seitdem gewinnt der Ansatz zunehmend an Beachtung und wird gar als eine Art „Shootingstar“ der Chartdarstellung gehandelt.

Auf den ersten Blick ist kein Unterschied zwischen den Kerzen gemäß der Heikin Ashi-Methode und den traditionellen Candlesticks auszumachen. Stellt man allerdings den Kursverlauf eines Underlyings mittels der beiden verschiedenen Methoden gegenüber, kommt die fernöstliche Ruhe der Darstellungsform unverkennbar durch. Die Färbungen der Kerzenkörper wechseln seltener und Gaps verschwinden gar vollends von der Bildfläche. Es gilt einige Fragen zu klären: Wie kommen die Unterschiede zustande, wie interpretiert man die Kerzen, was ist der Mehrwert und was sind die Nachteile dieser Chartdarstellung?

In der Berechnung liegt die Ruhe
Eine traditionelle Kerze der Candlesticktechnik setzt sich aus vier Bausteinen zusammen (verschiedene Einzelteile können zusammenfallen): Oberer Schatten (Docht), unterer Schatten (Lunte), unterer Kerzenrand und oberer Kerzenrand. Die Begrenzungen des Kerzenkörpers ergeben sich aus Eröffnungs- bzw. Schlusskurs. Schließt die Aktie höher als sie in den Tag gestartet ist, dann ist der obere Rand der Kerze der Schluss-, der untere Rand der Eröffnungskurs des Underlyings und der Kerzenkörper ist weiß. Die Verbindung aus dem Tageshoch mit dem oberen Rand der Kerze führt zum oberen Schatten (Docht). Für den unteren Schatten (Lunte) wird analog mit dem Tagestief und dem unteren Kerzenrand vorgegangen. Bearische Kerzenkörper sind meist rot oder schwarz eingefärbt.

Die entsprechenden vier Marken der Heikin Ashi Kerzen berechnen sich der im Internet kursierenden Literatur folgend (auch der von Dan Valcu) mit den obenstehenden Formeln.

Beim errechneten Eröffnungskurs nach Heikin Ashi fallen als erstes die Zeitindizes ins Auge. Das heutige Opening der Kerze ergibt sich aus dem Durchschnitt des oberen und des unteren Randes der gestrigen Kerze. Das heutige Closing ist ein Durchschnitt aus Eröffnungs- und Schlusskurs sowie dem Hoch und dem Tief des aktuellen Handelstages. Der obere Schatten der Heikin Ashi Kerze (sofern es einen gibt) entsteht aus dem Maximum von realem Tageshoch, Eröffnungskurs und Schlusskurs der wiederentdeckten Chartmethode. Hierzu ein kleines Gedankenspiel: Sehen Sie einmal vom HAOpent ab und kümmern Sie sich um den Ausdruck Maximum {Hight , HACloset }. Lassen Sie die Formeln ein wenig auf sich wirken und stellen Sie sich dabei die Frage, ob HACloset > Hight gelten kann […]

Den vollständigen Beitrag aus dem Kundenmagazin "Marktbeobachtung Juni 2011" von HSBC Trinkaus finden Sie als PDF-Datei im Anhang!
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