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Strom und CO2: Wahrlich alternative Anlageklassen

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Ansprechpartner Jochen Stanzl
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Beschreibung
Strom und CO2: Wahrlich alternative Anlageklassen

Die jüngsten Ereignisse in Japan und Europa machen einen Anstieg der Strompreise wahrscheinlich. Da als Ersatz für die abgeschalteten und wohl noch in Zukunft abgeschaltet bleibenden Atomkraftwerke Erdgas- oder Kohlekraftwerke zugeschaltet werden müssen, ist auch ein Anstieg der Erdgas-Preise und auch ein Anstieg der Preise für CO2-Emissionsrechte wahrscheinlich. Anleger können sich strategisch positionieren, um sich gegen die kommenden Preissteigerungen abzusichern. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, welche Möglichkeiten es hierzu gibt.

Für einen Kraftwerksbetreiber sind vor allem zwei Begriffe relevant: Der Dark Spread bei Kohlekraftwerken bzw. der Spark Spread bei Erdgaskraftwerken und seit Einführung des Emissionsrechtehandels für CO2 auch und vor allem der Clean Spread. Der Dark Spread ist quasi der Gewinn, den ein Kohlekraftwerk generieren kann, wenn es thermische Kohle zu Energie umwandelt. Das entsprechende gilt für den Spark Spread bei Erdgaskraftwerken. Konkret handelt es sich hier um die Differenz zwischen den eingekauften Rohstoffen (Kohle oder Erdgas) und den Kosten, die das Kraftwerk aufwirft. Darunter fällt etwa die Effizienz des Kraftwerks, das lokale Umfeld und sonstige Kosten des Kraftwerks. Beim Clean Spread werden zusätzlich die Kosten für den Bezug von Emissionsrechtezertifikaten abgezogen. Daraus lassen sich bereits mehrere Schlussfolgerungen ziehen. Steigt der Preis eines Rohstoffs zu stark an – wird zum Beispiel Erdgas zu schnell zu teuer und können Kraftwerke die Kosten nicht an ihre Kunden weiter reichen, so lohnt es sich, Kraftwerke für eine Zeit lang abzuschalten oder auf Sparflamme weiter laufen zu lassen, bis sich der Clean Spread wieder erholt hat. Die Spreads sind also Ausdruck für das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in einem Strommarkt und lassen Aussagen über seine Knappheit zu. Analysten der UBS rechnen damit, dass in Deutschland der Preis für eine Megawattstunde Strom bis 2013 auf 69,80 Euro steigen wird, gegenüber 59,70 Euro heute. Im Schnitt könnten die europaweiten Strompreise bis 2013 auf 75 Euro/MWSt steigen, von aktuell 57,50 Euro. „Wir sollten anmerken, dass dieses Szenario ganz klar davon abhängt, dass es Änderungen in der Haltung gegenüber der Kernenergie in Europa geben wird, was zwar bisher nicht entschieden ist, wovon wir aber ausgehen“, schreibt die UBS in einer Kundenberatung. „Die Prognosen sind weit davon entfernt, aggressiv zu sein.“ [...]

Den vollständigen Artikel finden Sie als PDF-Datei im Anhang!


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Quelle: Sonderpublikation - Zertifikate

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Ansprechpartner
  • Jochen Stanzl
    Jochen Stanzl

    Herr Stanzl ist Mitbegründer des Münchner Finanzportalbetreibers BörseGo AG . Dort ist er auch Chefredakteur des Nachrichtenportals BoerseGo.de und der wöchentlich erscheinenden PDF-Publikation Rohstoff-Report. Herr Stanzl wird zudem als Referent auf Fachtagungen und als Interviewpartner von Wirtschaftsmedien geschätzt. Er ist außerdem Co-Autor von "Der große...

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