DIE SUCHE NACH DEM HEILIGEN GRAL
„Einmal kaufen und dann liegenlassen“ wird heute gerne als Anlage-Trend aus grauer Vorzeit bezeichnet – Börsenlegende André Kostolany hat diese Vorgehensweise noch in der für ihn typischen Bildersprache mit der bekannten „Schlaftabletten-Theorie“ verknüpft. Und dennoch, verbindet man damit aus Investorensicht gleich eine ganze Anlage-Strategie, so könnte man in diesem Zusammenhang sogar von dem eigentlichen Königsweg sprechen. Leider funktionieren die meisten Strategien immer nur in einem ganz bestimmten Börsenumfeld bzw. über einen begrenzten Zeitraum. Dies zeigen auch die einschlägigen Zertifikate mit samt ihren einst glänzenden Rückrechnungen. Der Grund ist ganz einfach. Die Börse als Zusammenwirken sämtlicher Marktkräfte funktioniert immer wieder ein klein wenig anders und lässt sich deshalb auch kaum aus der Vergangenheit heraus hinreichend prognostizieren, eine Entwicklung, die in Zukunft sicher tendenziell noch zunehmen dürfte. Aktuelles Beispiel, das den bei vielen Zertifikate-Strukturen besonders beliebten Euro STOXX 50 als Basiswert betrifft: Das gerade seit der EU-Krise signifikant schlechtere Abschneiden dieses eigentlich breiter aufgestellten, aber leider auch weit stärker bankenlastigen Index gegenüber dem DAX mit einer Underperformance auf Tagesbasis von teilweise bis zu mehreren Prozentpunkten. [...]
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Quelle: Sonderpublikation - Zertifikate-Trends 2010-
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