Standards werden nicht "gelebt"

Fast alle Firmen (97 Prozent) gaben an, über verbindlich vorgegebene Projektmanagement-Standards zu verfügen. Dabei ziehen die Verantwortlichen eigene Regelwerke denen von Verbänden vor. "Durchgängig gelebt werden die meisten Standards jedoch nicht", erklärt Beate Hofferbert-Junge, Head of Group Program Management & Transformation bei Detecon: "Nur knapp die Hälfte der Unternehmen erstellt regelmäßig formale Projektaufträge, in denen Sach- und Terminziele sowie Budgets und erforderliche Ressourcen genau definiert sind." Außerdem sei nur in 50 Prozent der Fälle eine klare Verteilung von Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten garantiert. Aus Sicht der Entscheider besteht der Nutzen von Projektarbeit vor allem darin, komplexe Aufgaben zu lösen und Teams auf ein gemeinsames Ziel hin auszurichten. "Aus den Ergebnissen der Untersuchung lässt sich jedoch schließen, dass viele Unternehmen das Potenzial der temporären Organisationseinheit "Projekt" hinsichtlich seiner organisatorischen Flexibilität und seiner Reaktionsfähigkeit in dynamischen Märkten noch nicht erkannt haben", so Beate Hofferbert-Junge.

Professionelles Projektmanagement braucht Talente

97 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es für das Managen von Projekten eines speziellen Talents bedarf. Obwohl dieses "Talent" als Erfolgsfaktor unstrittig ist, wird es kaum systematisch identifiziert und gefördert. Nur 19 Prozent der Unternehmen wenden spezielle Verfahren an, um Projektmanagement-Talente frühzeitig zu erkennen. "Selbst wenn die geeigneten Mitarbeiter identifiziert sind, fehlt es an Anreizsystemen und einem entsprechenden Karrierepfad. Hier muss sowohl im Top-Management als auch in den Personalbereichen noch Aufklärungsarbeit geleistet werden, um die Akzeptanz für ein professionelles Projektmanagement zu schaffen", ergänzt Beate Hofferbert-Junge.

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