Veröffentlicht am 03.05.2013

Sicher ist, dass Menschen, die in einem zu starren Korsett arbeiten und denen kein Vertrauen entgegen gebracht wird, wenig Freude bei der Arbeit verspüren, und damit sicher auch nicht kreativ und innovativ sind. Ganz im Gegenteil, die Gallup-Studien zeigen gleichbleibend auf, dass Menschen, die überwiegend eintönigen Tätigkeiten nachgehen müssen und denen keinerlei Kreativität zugetraut wird (ich schreibe extra nicht „abgefordert“!) entweder schon innerlich gekündigt haben oder zumindest nur Dienst nach Vorschrift machen. Nur ca. 15% der Mitarbeiter seien so emotional an ihre Firma gebunden, dass sie sich richtig reinhängen. Was für eine Verschwendung an Ressourcen!

Daher bin ich absolut dafür, alles zu automatisieren, was irgendwo eintönige Arbeit ist. Zumal auch hier die meisten Fehler aufgrund mangelnder Konzentration vorkommen. Und wenn wir am Ende mehr Arbeitsplätze vernichten als neue nachkommen, dann könnten wir uns sogar freuen: Wir könnten alle gemeinsam weniger arbeiten und uns um Dinge kümmern, die wir immer schon mal machen wollten, z.B. um unser Familien und Freunde.

Auf der anderen Seite können wir aber auch die freigewordene Zeit für die kreativen Aufgaben nutzen, in denen wir unsere Potentiale ausschöpfen können. So könnten wir uns mit Fragen beschäftigen, wie diese:

Welchen Beitrag können wir in Zukunft noch erbringen?

Auf welche Tätigkeiten könnten wir verzichten, weil sie keine wirklichen Mehrwert erbringen?

Wie können wir zukünftig schneller zu Entscheidungen kommen, die möglichst von allen getragen werden?

Welche Daten brauchen wir noch, um unsere Entscheidungen besser zu fällen?

Was sollten wir tun, um unsere Kunden länger halten zu können.

Ich sehe mit die Entlastung durch die Automatisierung eher die Potentiale, die dann seitens der Menschen entfesselt werden könnten. Wichtig ist nur, dass die Systeme nicht als Werkzeug des Misstrauens verwendet werden, sprich der Kontrolle dienen sollten. Zur Steuerung ja, denn jeder Mitarbeiter hat den Drang, gemeinsam mit den Kolleginnen etwas verbessern zu wollen. Und auch sie brauchen dazu die notwendigen Informationen zur Steuerung.