BPM ist eine große Chance, um in Zukunft durchgängige Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg aufzubauen. In diesem Zusammenhang spielen die aktuellen Trends im Bereich Cloud Computing eine wichtige Rolle.  Heute sprechen alle von Infrastructure, Platform oder Software as a Service. Hier wird BPM ein ganz neues hemenfeld für Dienstleistungen öffnen, also quasi  „Process  as  a Service“.
Täglich werden große Mengen an Daten sinnlos von einem System in das andere (oder von einer E-Mail in die andere) geschaufelt, was wertvolle Ressourcen vergeudet und unnötigen Datenmüll produziert. Unternehmen  speichern Daten in x-fachen Redundanzen, ungemanaged und  unkontrolliert, was zu großen Problemen in der Datenqualität, ineffizienten Prozessen und falschen Entscheidungen führt.
BPM führt nicht zu einer Entmündigung der Mitarbeiter, sondern soll diese von unnötigen Tätigkeiten befreien, um wieder mehr Zeit für qualitative  Arbeit zu schaffen. Wenn Sie heute in eine Anwaltskanzlei gehen, dann wird die fachliche Beurteilung eines Falls vom  Anwalt übernommen (das wird Ihnen ein Workflow nie abnehmen können). Er diktiert eine Stellungnahme,  das  Abtippen der Aufzeichnungen übernimmt jedoch ein anderer Mitarbeiter, um die fachliche Kompetenz wieder frei zu machen für den nächsten  Fall. Würde der Anwalt  diese Aufgabe  selbst übernehmen, dann wäre das sehr ineffizient. Die fachliche Teilung der Kompetenzen am Prozess und die einzelnen  Aufgaben  dann  doch wieder  in einen geordneten Ablauf zu bringen, das ist das höhere Ziel vom BPM.  Mitarbeiter sollten BPM  Systeme  als Unterstützung  sehen,  quasi  als  eine  Art  „virtueller  Assistent“, der sich um die vor-  und nachgelagerten Tätigkeiten kümmert, die kein  besonders tiefgreifendes Know-How erfordern, wie etwa eine E-Mail zu verschicken, ein Dokument zu befüllen oder Daten weiterzureichen. Als Mitarbeiter muss man verstehen, dass man Teil eines Ganzen ist, um BPM hilft dabei, dieses Verständnis in einer Organisation zu etablieren.