Veröffentlicht am 29.07.2016

Stellen Sie sich vor, es kämen unerwartet viele potentielle Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Ländern nach Deutschland. Stellen Sie sich weiterhin vor, Sie würden gerne prüfen, ob diese Menschen als neue Mitarbeiter in Ihr Unternehmen passen. Dazu könnten Sie erkennen, welcher Qualifikation in Deutschland die „mitgebrachten“ Bildungsstände und Schulabschlüsse der Kandidaten entsprechen. Und wenn sich diese Kandidaten bei Ihnen bewerben, fänden sie in einem Onlinebewerbungsformular auch noch die aus der alten Heimat wohlbekannten Begriffe für Bildungsarten und Abschlüsse vor! Wäre das nicht toll für alle Beteiligten? Um internationale Bewerber in den Arbeitsmarkt integrieren zu können, müssen Sie überprüfen können, ob die mitgebrachten Qualifikationen auch die sind, die für die Besetzung der jeweiligen Positionen erforderlich sind. Das bedeutet, Sie müssen in der Lage sein, sowohl die Schulabschlüsse als auch das jeweilige Bildungsniveau jedes Einzelnen zu bewerten und diese mit dem deutschen Äquivalent vergleichen können. Genau für diesen Vergleich von Bildungsabschlüssen aus verschiedenen Ländern gibt es internationale Standards und Initiativen, die die Bewerbung ausländischer Arbeitsplatzaspiranten erlauben. Ich stelle Ihnen folgend die beiden wichtigsten vor. ISCED Codes der UNESCO Eine erste Anlaufstelle für den weltweiten Vergleich von Bildungsabschlüssen ist die UNESCO mit ihrer „International Standard Classification of Education“, kurz ISCED. Die Klassifizierung der Bildungsabschlüsse wird in die sogenannten ISCED Codes eingeordnet. Sie geben in sieben (ISCED 1997) Stufen grob wieder, wo und auf welchem Niveau ein Abschluss einzuordnen ist. Die neuere, aber noch nicht komplett verabschiedete Fassung „ISCED 2011“, beinhaltet neun Granulierungsstufen.

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