Veröffentlicht am 22.06.2020



Unternehmen stehen heute vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Neue und wachsende Märkte, mit immer neuen Konkurrenten, resultieren in einem hohen, stetig zunehmenden Wettbewerbsdruck. Kunden und Gesetzgeber stellen immer höhere Anforderungen - z. B. hinsichtlich Rückverfolgbarkeit, Qualität, Termintreue oder aufwendiger Logistikkonzepte wie Just-in-Time oder Just-in-Sequence (JIT/JIS). Hinzu kommt die wachsende Komplexität in der Fertigung, die sich aus einer höheren Variantenvielfalt bzw. der zunehmenden Individualisierung der Produkte und immer kürzeren Lebenszyklen ergibt.

Zentrale Bedeutung hat vor diesem Hintergrund die Steuerung und Überwachung der Produktion - das Schaffen von Visibilität und Transparenz in den Prozessen der Fertigung. Denn je früher Fehlentwicklungen und Störgrößen im Hinblick auf Produkt- oder Prozessqualität erkannt werden, umso eher kann auf sie reagiert und damit können Kosten und Zeit gespart werden. In der modernen Fabrik kommt somit der schnellen Reaktionsfähigkeit eine enorme Bedeutung zu. Entscheidende Voraussetzung für diese Reaktionsfähigkeit ist die Transparenz und Visibilität in der Fertigung, die nur durch die Verfügbarkeit von zeitaktuellen Informationen erreicht werden kann. Diese können nur durch den Einsatz von IT in der Fertigung zur Verfügung gestellt werden.





In der vierten Generation der Fertigungs-IT ändern sich die grundlegenden Anforderungen an die Fertigungs-IT. Unter anderem fordert die wachsende Komplexität der Fertigung in immer höherem Maße eine Spezialisierung von Lösungen, die gleichzeitig effizient zusammenarbeiten können. Das MES der dritten Generation, mit seinem Anspruch als universelle Lösung für die Fertigung und der Integration aller Lösungskomponenten in einem System, wurde weitestgehend vom jeweiligen Systemhersteller angeboten und weiterentwickelt. Die heutige komplexe und spezialisierte Fertigung bedarf aber spezialisierter Lösungen, die aus dem Experten-Know-how unterschiedlicher Hersteller entwickelt werden. Diese Lösungen lassen sich als Manufacturing Apps, kurz mApps bezeichnen und können aus individuellen mApps oder einer zusammenwirkenden Sammlung an mApps bestehen. 


1.Kapitel aus dem Buch "Manufacturing Integration Platform (MIP) - Aufbruch zu neuen Horizonten in der Fertigungs-IT".
Das ganze Buch sowie weitere Informationen finden Sie hier.

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