Viele Artikel zum Thema Industrie 4.0 nennen auch den Mitarbeiter als wichtigen Faktor. So weit, so gut .... aber sind denn die aktuellen Mitarbeiter vorbereitet bzw. haben die Unternehmen überhaupt passendes Personal für diesen Weg und wissen die Personalchef eigentlich, wen sie suchen müss(t)en? Für diese Herausforderung braucht es nicht nur Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, sondern auch „High Performer“, die folgende Schlüsselkompetenzen mitbringen:
  • Ausgeprägtes Verständnis der Geschäftsmodelle des Unternehmen
  • Erfahrungen im Bereich der jeweiligen Industrie / Branche
  • Mischung aus Analysefähigkeit, Kreativität & Kombinatorik
  • Intrinische - zur Industrie 4.0 passende - Motivatoren (!)
  • Interdisziplinäre Fähigkeiten unabhängig vom Level
  • IT-Kenntnisse der neuen Generation
  • Hochperformantes Agieren im Team u.a.
Einer der Punkte - die intrinsiche Motivation des einzelnen Mitarbeiters - wird so gut wie gar nicht  abgefragt und berücksichtigt! Noch gravierender ist der Punkt, dass der Begriff Industrie 4.0 in Stellenanzeigen oder Positionsprofilen  nur selten oder noch gar nicht auftaucht. Die Firmen erwähnen auch keine speziellen Kompetenzen, die Arbeitnehmer bei einer digital vernetzten Produktion benötigen. Damit vertun sie Chancen, in punkto Arbeitgeberattraktivität zu punkten. Für das Schlagwort Industrie 4.0 erhält man im Internet rund 15,5 Millionen Suchergebnisse. Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt, für das viele Unternehmen derzeit wegweisende Technologien entwickeln oder ihre Prozesse umstellen. Doch in Jobinseraten erwähnen Recruiting- und Personalmarketing-Verantwortliche bisher nicht, ob sie in diesem Bereich aktiv sind, wie aktuelle Studien zeigt. Als wichtige Fähigkeiten für die Arbeit im Industrie 4.0-Umfeld werden von verschiedensten Experten immer wieder genannt: die Fähigkeit über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets hinauszuschauen und sich auch in benachbarten, teilweise auch nichttechnischen Feldern etwas auszukennen; die Fähigkeit zur fachlichen Kommunikation mit Experten anderer Fachgebiete, soziale Kompetenz und allgemein gute Kommunikationsfähigkeiten, um disziplinen- und nationalitätenübergreifende Projekte umzusetzen und somit auch eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Einige Skills, die fehlen, lassen sich über Trainings, Kurse oder Coachings individuell „nachbessern“ aber grundsätzlich hängt das Gelingen des digitalen Wandels maßgeblich davon ab, ob auch die Mitarbeiter mitziehen können(und wollen!). Hier gilt es, deren intrinsische Motivation zu hinterfragen und das vorhandene Potenzial in eine jederzeit abrufbare High Performance „umzuwandeln“!