Veröffentlicht am 24.11.2003

Die Informationsgesellschaft konstituiert sich zurzeit neu. Inzwischen ist eine Informationsindustrie entstanden, in der die „Alleinherrschaft“ von Verlagen über die Aufbereitung, Veredelung und Distribution von Inhalten bzw. Informationen zunehmend in Frage gestellt wird. An die Seite von Verlagen sind Konkurrenten getreten, die virtuoser auf der „Klaviatur“ des digitalen Informationsgeschäftes spielen und mittlerweile Teile des Stammgeschäfts von Verlagen übernommen haben.

Die Medien- und Verlagsindustrie strahlte im Zuge der Entstehung der neuen Infor-mationsgesellschaft als „leuchtender Stern“ am Himmel der „New Economy“. Doch im März 2000 schlug die Konjunktur um, Internet-Träume und Börsen-Bubbles platzten, eine Reihe von Fehlern wurden auf Seiten der Verlage auch noch selbst gemacht und das Geld verdienten plötzlich die Gerätehersteller und Zugangsanbieter. So scheint es, als ob gerade die „Rohstofflieferanten“ des neuen Wirtschaftszeitalters, die ihre Existenzberechtigung und ihr Wachstum auf dem Gut veredelter und vielfältig distribuierter Informationen aufbauen, im Zuge der sich eingestellten Kostenloskultur ins Hintertreffen geraten sind.

Die Publikation Brennpunkt Verlage setzt sich mit der aktuellen Situation der deutschen Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlagslandschaft kritisch auseinander. Allen drei Segmenten ist gemein, dass sie die gravierendste Krise seit Jahrzehnten meistern müssen. Nach Verlagsarten getrennt bewertet werden auf ca. 100 Seiten zunächst die derzeit verfolgten Lösungsstrategien von Verlagen bewertet. Anschließend erfolgt eine Einschätzung, wie sich Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlage in Zukunft positionieren müssen und welche Aufgaben dabei zu meistern sind.

In diesem Interview kommentieren die Autoren der Studie einige der wichtigsten Ergebnisse und beantworten weiterführende Fragen.

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