Veröffentlicht am 08.04.2011

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

auch bei Fach- und Führungskräften gehört Social Media oft schon zum Alltag - wie das Handy in der Tasche. Für Verbraucher hat sich ein neues Medium entwickelt, das für große Transparenz im Konsumdschungel sorgt. Vielfältig, schnell und kostenlos, das sind die Adjektive die Social Media aus Konsumersicht beschreiben. Erste negative Erfahrungen hinsichtlich Wirkung, Kosten und Qualität wie bei Second Life (Sie erinnern sich?) scheinen zumindest bei der B2C-Kommunikation überwunden.

Im B2B Bereich allerdings hat sich Social Media noch nicht derart etabliert. Den Anspruch an eine hohe inhaltliche Qualität und starke Wirkung bei gleichzeitigen Zielsetzungen wie Kontrolle und einfacher interner Abstimmung der Prozesse scheuen noch viele Unternehmen. Trends und neue Technologien wie bei mobilen Endgeräten, interaktiven Formaten oder auch die Erwartungen jüngerer Generationen (Digital Natives) zeigen jedoch, dass auch im B2B kein Weg an Social Media vorbei führt.

Also die Frage: Wie lässt sich B2B Social Media strategisch in ein Gesamtkonzept von Marketing und PR einordnen? Wie und welche Ziele werden so erreichbar, nachhaltig wirksam und wirtschaftlich nützlich (Cost-Benefit-Ratio) für Unternehmen? Wie positionieren sich Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Kontrollwunsch und Organisierbarkeit einerseits und den Erwartungen und der Offenheit des Marktes und der Adressaten, aber auch der eigenen Mitarbeiter und Partner andererseits?

In diesem zweiteiligen Online-Roundtable diskutieren führende Experten aus Unternehmen (Markom-/ PR–Leiter), Agenturen, Beratungen und aus praxisnaher Forschung und Analyse sowie aus Social Medien über die strategische Bedeutung und die Erfolgsfaktoren von Social Media für die Marktkommunikation B2B.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr NetSkill-Team!


Sehr geehrter Herr von Lieven,

Frageblock 1: Bedeutung Social Media im B2B-Bereich

Die kürzlich veröffentlichten Facebook Userzahlen von mehr als 500 Millionen aktiven Nutzern bestätigen, dass Social Media im B2C nicht mehr wegzudenken ist.
Die Unternehmen hingegen scheinen zu schlafen. Warum folgt der B2B Bereich nur langsam, oder täuscht diese Wahrnehmung?


Für die – in Deutschland – noch zögerliche Auseinandersetzung mit Social Media im B2B gibt es verschiedene Gründe.

Erstens haben Social Networks zunächst zu einer Vernetzung auf privater Ebene geführt. Auf den ersten Blick sah es daher lange nach einem Consumer-Medium aus, in dem zuerst Marken und mittlerweile verstärkt auch Shopping stattfinden – aber eben nicht B2B. Ein Trugschluss.
Zweitens scheut man sich im B2B oft vor einer unkontrollierten Öffentlichkeit. Der hohe Wert von B2B Kontakten einhergehend mit der mitunter unklaren Datensicherheit bzgl. vertraulicher Informationen hält viele Unternehmen noch skeptisch.

Die Nutzung von Social Media im B2B nimmt allerdings deutlich zu und wird zunehmend als strategisch wichtig erachtet.  Letztlich ist das nur konsequent, stand doch in der B2B Kommunikation der persönliche Kontakt schon immer noch viel stärker im Fokus als im B2C Bereich.

Für die – in Deutschland – noch zögerliche Auseinandersetzung mit Social Media im B2B gibt es verschiedene Gründe.

Erstens haben Social Networks zunächst zu einer Vernetzung auf privater Ebene geführt. Auf den ersten Blick sah es daher lange nach einem Consumer-Medium aus, in dem zuerst Marken und mittlerweile verstärkt auch Shopping stattfinden – aber eben nicht B2B. Ein Trugschluss.

Zweitens scheut man sich im B2B oft vor einer unkontrollierten Öffentlichkeit. Der hohe Wert von B2B Kontakten einhergehend mit der mitunter unklaren Datensicherheit bzgl. vertraulicher Informationen hält viele Unternehmen noch skeptisch.

Die Nutzung von Social Media im B2B nimmt allerdings deutlich zu und wird zunehmend als strategisch wichtig erachtet.

Letztlich ist das nur konsequent, stand doch in der B2B Kommunikation der persönliche Kontakt schon immer noch viel stärker im Fokus als im B2C Bereich.

Downloads

Seite: 1 von 4
  • Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 3
  • Möchten Sie weiterlesen?

    Weitere Seiten warten auf Sie. Laden Sie jetzt das vollständige Dokument (6 Seiten) als PDF-Datei herunter, völlig kostenfrei!

Weiterführende URLS