Veröffentlicht am 24.04.2019

2018 war ein Jahr der Transformation, die Weltwirtschaft hat sich verändert, Märkte wurden durch verschiedene Zollkriege verunsichert. Dennoch – so die Ergebnisse des Wachstumsindexes von Epicor – finden Unternehmen weiterhin Wege zu wachsen.


Angesichts der sich verändernden globalen Wirtschaft sind Prognosen und Einschätzungen, wie die Entwicklung weitergeht, in diesem Jahr schwieriger denn je. Sicher scheint, dass das Jahr 2019 Unternehmen und insbesondere Hersteller vor einige Aufgaben stellen wird. Entscheidend wird sein, die richtige Technologie zur Anwendung zu bringen, damit aus Herausforderungen sehr schnell Chancen werden.


Hier nun fünf der wesentlichen Herausforderungen bzw. Chancen – je nachdem, wie die Einstellung zu Wachstum ist:

1) Chancen in makroökonomischen Veränderungen erkennenDas vergangene Jahr war geprägt von einer Reihe dramatischer makroökonomischer Ereignisse, die Unsicherheit erhöht und weltweit Wirtschaftsregionen beeinflusst haben. Aggressive Handelszölle haben es Führungskräften erschwert zu entscheiden, wo und wieviel sie investieren sollen. Daher braucht Deutschland insbesondere verlässliche Handelsbeziehungen mit Wachstumsregionen, wobei gleichzeitig der Technologieschutz gewährleistet sein muss. Für mehr Innovationen und Investitionen gilt ein europäischer digitaler Binnenmarkt als wichtige Grundlage.

Unsicherheit ist eine Herausforderung. Allerdings: Wer agil, innovativ und schnell in der Lage ist sich anzupassen, kann davon profitieren. Tatsächlich bieten anspruchsvolle Rahmenbedingungen Chancen für diejenigen, die bereit sind, sich ihnen zu stellen. Hersteller, die sich mit modernen Technologien und Software flexibel aufstellen, können beschleunigt reagieren und sich auf neue Marktanforderungen ausrichten. Intelligente Softwarelösungen wie Enterprise Resource Planning (ERP)-Lösungen ermöglichen es, in der gesamten Lieferkette Nachfrageschwankungen auszugleichen und Marktveränderungen zu berücksichtigen. Wichtig ist dabei generell, sich der eigenen Stärken bewusst zu sein und diese gezielt weiterzuentwickeln. Jedoch – so eine aktuelle Studie von PwC – versuchen nur 20 Prozent der deutschen Industrieunternehmen ihre differenzierenden Fähigkeiten voranzutreiben und auf neue Geschäftsideen auszuweiten. 



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2) Nicht in Datenmassen steckenbleibenViele Unternehmen glauben, dass Technologie allein all ihre Probleme lösen kann. So sind in den letzten Jahren Technologieinvestitionen sprunghaft gestiegen, und laut Untersuchungen des Epicor Global Growth Index hat Technologie für 74 Prozent der wachstumsstarken Unternehmen nach wie vor hohe Priorität.


Mit neuen Technologien kommen neue Daten – in einer Masse, die viele Führungskräfte in die Knie zwingt. So stimmen 77 Prozent in der Fertigungsindustrie zu, dass sie jeden Tag mit immer mehr Informationen zu tun haben. Im Jahr 2019 wird sich diese Situation durch weitere Investitionen zuspitzen. Konfrontiert von Datenflüssen stehen Führungskräfte vor der Frage, wie sie den Vorteil ihrer Technologieinvestitionen realisieren können. Und wie sind all diese Informationen maximal nutzbar?  


Für diejenigen, die ihre Daten gewinnbringend einsetzen, wird 2019 ein gutes Jahr sein. Fortschrittliche Hersteller werden aus den Informationen ihres ERP-Systems echte Erkenntnisse gewinnen. So können sie sich etwa mithilfe von Predictive Analytics auf Engpässe oder eine hohe Nachfrage in der Lieferkette vorbereiten. Wer sich hier auszeichnet, wird schnell zum bevorzugten, weil zuverlässigen Lieferanten für seine Kunden. 

3) Auf Cloud setzen – sie verändert die WettbewerbslandschaftLaut IDG haben 73 Prozent der Unternehmen mindestens eine Anwendung oder einen Teil ihrer Recheninfrastruktur bereits in der Cloud. Trotz ihrer Vorreiterrolle in vielen Bereichen hat die Fertigungsindustrie – im Vergleich zu anderen Branchen – hier Nachholbedarf. Laut einigen Berichten stellen digitale Dienstleistungen wie Cloud Computing derzeit einen Anteil von rund 25 Prozent der gesamten Inputs, der in fertige Produkte fließt. Dies kratzt nur die Oberfläche dessen an, was wirklich möglich ist.


Gerade für kleine und mittelständische Hersteller vereinfacht Cloud-Technologie durch reduzierte Gesamtbetriebskosten den Zugang zu branchenspezifischer Software – ein Vorteil, der die Wettbewerbslandschaft 2019 neu definieren wird.


4) Vom "Amazon-Effekt" profitieren, um Wachstum zu ermöglichen
Wie einfach ist es für Verbraucher, bei Amazon einzukaufen – und Ähnliches erwarten Kunden zunehmend auch in der Geschäftswelt. Tatsächlich wünschen sich laut einer aktuellen Studie mehr als acht von zehn Geschäftskunden den gleichen Komfort, den sie aus dem privaten Online-Einkauf kennen. Letztendlich werden also die Hersteller erfolgreich sein, die hochindividuelle Produkte entwickeln können und diese schneller als der Wettbewerber ausliefern.


Das ist die Herausforderung des Amazon-Effekts, und sie ist hoch. Laut der Umfrage von Epicor geht die Mehrheit der Hersteller (65 Prozent) davon aus, dass sie in diesem Jahr vor erheblichen Belastungen und Herausforderungen stehen. Einige dieser Hersteller werden 2019 darauf reagieren – mit durchdachter Kundenorientierung im Online-Geschäft, personalisierten Produktangeboten sowie einer Kundenbindung, die von der Kaufentscheidung über die Lieferung und darüber hinaus reicht.   


5) Fachkräftemangel mit Robotik kompensieren
Der Mangel an Fachkräften und Qualifikationen war im vergangenen Jahr für die Fertigungsindustrie ein Problem, das sich 2019 fortsetzen wird. So sind nahezu alle Metall- und Elektroberufe von Fachkräfteengpässen betroffen.


Die Einführung neuer Technologien und Arbeitsweisen kann Unternehmen dabei helfen, das Produktionsniveau trotz knapper Ressourcen aufrechtzuerhalten und zu verbessern. 41 Prozent der Unternehmen ist dies bewusst und setzen bereits die eine oder andere Form von Robotertechnologie ein. Dazu gehört etwa das
Werk von Dacia in Rumänien, das alle 54 Sekunden mit 800 Robotern ein neues Auto herstellt.


Doch die Anforderung der Unternehmen bleibt, neue Mitarbeiter für ihre Industrie zu gewinnen. Auch hier sind Organisationen im Vorteil, die Automatisierung effektiv nutzen: Die Epicor-Studie zeigt, dass 41 Prozent der Berufseinsteiger bevorzugt mit modernster Technik arbeiten. Robotik und Künstliche Intelligenz sind für junge Talente attraktiv, und mit Softwarelösungen wie ERP, die ihren Einsatz ermöglichen, können Unternehmen von diesen Innovationen auf mehreren Ebenen profitieren.


Quelle: istockphoto yoh4nn

Chancen im Jahr 2019 nutzen
Ohne Zweifel stehen Unternehmen nach wie vor erheblichen Herausforderungen gegenüber. Aber mit dem richtigen Einsatz von Technologie ist es möglich, daraus Chancen zu entwickeln. ERP-Lösungen werden auch 2019 im Zentrum einer erfolgreichen Technologieumgebung in der Fertigung stehen.


ERP ist das Herz eines Unternehmens. Es orchestriert, automatisiert und liefert Unternehmen die entscheidenden Informationen, um flexibel zu bleiben. Weitere Informationen über die neuesten Trends im globalen Geschäftswachstum finden Sie im
Epicor Growth Index.