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  COMPETENCE REPORT 38 20/09/2017  

Fokus HR: Is it time to blow up HR … #arbeiten40, #HRLab, #KillHR, #CollaborativeHR, …

Sehr geehrte(r) Martina Mustermann,

It’s time to blow up HR and build something new“ titelte der Harvard Business Review, eines der einflussreichsten Management-Magazine, im Heft Juli/August 2015, auf dem Cover eine gezündete Bombe – sonst nichts. In drei grundlegenden Artikeln skizzieren international bekannte Vordenker, wie sich die Ausganglage für HR radikal wandelt. Das sollte Personaler weltweit hellhörig machen. Denn eines ist klar: Business as usual war gestern.

Im Grunde geht es um das Thema „arbeiten 4.0“, das wir als Motto der diesjährigen Messe Zukunft Personal gewählt haben. Wir meinen damit nicht nur die Veränderungen der Arbeitsbedingungen in der Produktion, die im Zuge der Digitalisierung – Stichwort Industrie 4.0 – entstehen. Der Wandel ist umfassender und kommt in allen Unternehmen und Bereichen an. Wir erleben einen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt. Die komplexe Vernetzung von Menschen, Produkten und ihrer Interaktion schafft eine neue Dynamik – von der wir heute noch nicht wissen, wohin sie uns führen wird. Doch diese Komplexität werden wir nicht mit starren Prozessen beantworten können.

 

Hier muss sich auch HR zukunftsorientiert positionieren. Quo Vadis HR? fragt daher richtigerweise die Zukunftsinitiative Personal in ihrer Podiumsdiskussion auf der Zukunft Personal. Die Ideen, wohin die Reise gehen könnte, sind vielfältig. „Kill HR!“ bzw. „#NoHR“ fordert Heiko Fischer von Resourceful Humans – frei nach dem Motto „das beste HR ist kein HR“. Ihm geht es um eine radikale Umverteilung von Macht und Verantwortung in die Hände kleiner, unternehmerischer Teams, die die Aufgaben des Personalmanagements übernehmen. Etwas mehr auf Tuchfühlung mit den Personalern geht Dr. Ralf Grässler in seinem aktuellen Blogbeitrag „#CollaborativeHR – Human Relations von allen für alle“. HR solle als Abteilung nicht obsolet werden, sondern sich auf den Transfer von HR-Kompetenzen auf alle Mitarbeiter konzentrieren. Last but not least befürwortet Thomas Sattelberger neue Experimente im Personalmanagement. Er steht für einen radikalen, strategischen Weg und eine völlige Neufindung von Führung und Arbeitswelt (siehe zum Beispiel der Film „Die stille Revolution“).

Am anderen Ende der Debatte sitzen die „Innovationsverweigerer“ und Befürworter einer administrativen HR-Funktion. Der kürzlich ausgeschiedene BPM-Präsident Joachim Sauer war einer von ihnen, wie Winfried Felser im Artikel zur 40-Jahr-Feier der Personalwirtschaft ausgeführt hat. Aber selbst diejenigen, die sich nicht der großen Euphorie für eine Neuerschaffung des Personalmanagements anschließen wollen, wie etwa persoblogger Stefan Scheller oder Prof. Dr. Stefan Kühl von der Universität Bielefeld, bieten mit ihren zu recht kritischen Einwänden in Sachen New Work eigentlich mehr Handlungshilfen für eine Erneuerung, als dass sie sich dieser entgegen stellen.

Mit unserer Blogparade #HRLab, bei der wir fragen, „Müssen Personaler zu Experimentier-Agents für „arbeiten 4.0“ werden? Und wenn ja, wie?“, greifen wir die verschiedenen Stimmen auf, die auch auf der Zukunft Personal zu Wort kommen. Die Zeichen mehren sich, dass das Personalmanagement aktuell mit dem Thema „arbeiten 4.0“ eine historische Chance bekommt, das eigene Standing im Unternehmen zu untermauern oder zu verbessern. Wir wollen mit der diesjährigen Messe einen Beitrag dazu leisten, diese Chance zu nutzen, und Anknüpfungspunkte für die Diskussion und Weiterentwicklung schaffen. 

Die Auseinandersetzung damit ist nicht immer bequem. Selbstverständlich wird es auch in diesem Jahr auf der Zukunft Personal klassische Stände und Vorträge geben, die wichtigen Input zum aktuellen Status quo von „arbeiten 4.0“ liefern, neue Produkte und Dienstleistungen präsentieren oder Beispiele von Unternehmen aufzeigen, die sich schon auf den Weg gemacht haben. Mit dabei sind etwa Dr. Rupert Felder von Heidelberger Druckmaschinen zum Thema Digitale Transformation, Christiane Gödde von Microsoft Deutschland zum Thema Candidate Experience und Dr. Winfried Ebner von der Deutschen Telekom zum Thema New Work.

Doch die Art der Auseinandersetzung mit der Zukunft von HR ändert sich: HR-Battles, Future LAB HR oder Meet the Blogger – Interaktion steht auf der Zukunft Personal 2015 im Vordergrund, um gemeinsam den Wandel zu meistern. Personaler sollten sich der Kontroverse stellen, mutig auch mal ausgetreten Pfade verlassen und selbst die neuen Tools kennenlernen und nutzen, die uns die Arbeitswelt 4.0 bietet, anstatt nur darüber zu reden. Denn wer die Klaviatur des digitalen Zeitalters nicht beherrscht, wird die Veränderungen nicht aktiv mitbestimmen können.

Wie das Personalmanagement von morgen aussieht, ist entscheidender als viele Beobachter und Berufsvertreter bislang glauben. Es geht um die Zukunft des Berufsstandes, aber auch um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Wer diese Zukunft sichern möchte, muss in Köln bei der Zukunft Personal dabei sein!

Ihr Ralf Hocke für das Team der Competence Site

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Mehr unter www.zukunft-personal.de   

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Liebe Leser der Competence Site, Talente finden, fördern, binden - das sind die drei Schlagworte für erfolgreiches Talentmanagement. Gerade auf Grund des demografischen Wandels wird das Thema Talent Management im Kampf um die mangelnden Fachkräfte in den Unternehmen immer wichtiger. Das Team der Competence Site zusammen mit führenden Vertretern der Branche möchten das Thema Talent Management im Wandel begleiten und …

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Kill HR oder warum Obi Wan Kenobi sterben musste

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Arbeiten 4.0 – Haben New Work Verweigerer am Ende doch Recht?

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Die HR-Fachmesse Zukunft Personal 2015 hat sich den Titel „arbeiten 4.0“ gegeben und bereits im Vorfeld eine Blogparade gestartet unter dem etwas sperrigen Motto „Müssen Personaler zu Experimentier-Agents für „arbeiten 4.0“ werden? Und wenn ja, wie?“.

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HBR Article: "It's time to blow up HR and build something new. Here's How''

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